[REZENSION] Die Chroniken von Mistle End: Der Greif erwacht

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Klappentext

Entdecke das Refugium der magischen Geschöpfe - Heimat für Hexen, Trolle und viele andere übernatürliche Wesen.

Der Greif stand aufgerichtet auf dem Dach, mit weit ausgebreiteten Schwingen und sah ihn an. Er neigte kurz sein Haupt und Cedrik hörte wieder die Stimme des Fabelwesens in seinem Kopf. „Da ist sie. Die Kraft, ich spüre sie. So alt, uralt ...“
Cedrik schluckte und nahm seinen ganzen Mut zusammen. „Um was geht es hier?“
Der Greif musterte ihn mit seinen Adleraugen. „Ich muss wissen, welches Geheimnis du vor mir verbirgst. Du wirst dich meiner Prüfung unterziehen müssen.“

Ein phantastisches Kinderbuch über einen jungen Druiden und die magischen Kräfte der Natur. Die besonders hochwertige Ausstattung lädt zum Verschenken ein.

Meinung

Mistle End, ein Dorf, das außergewöhnlicher nicht sein kann, beherbergt es doch so ziemlich alles übernatürliche. So passiert es also, dass Cedric dort landet und mitten in ein Abenteuer stolpert. 

Es war insgesamt ein wirklich schönes Buch und das nicht nur von der wunderschönen Außengestaltung. Ich mag die Idee und das Dorf Mistle End, ich finde es super schön wie die verschiedenen Geschöpfe eingebunden sind und wie magisch sich alles anfühlt. Auch der Schreibstil des Autors hat mir direkt gefallen, man kann das Buch leicht und sehr angenehm lesen. Trotzdem gab es doch ein paar Dinge die mir nicht ganz so gut gefallen haben. So empfand ich zwar den Anfang als sehr gelungen, der mich übrigens sofort mitreißen konnte, aber nachfolgend nahm das ganze dann ein wenig ab. Es gab Stellen, an denen ich das Buch zwar gelesen habe, es mich aber nicht wirklich fesseln konnte. Es fühlte sich einfach nicht immer nach Abenteuer an und war auch nicht immer so magisch-spannend wie ich es mir erhofft hatte. Gleichzeitig kamen dann aber auch immer wieder sehr spannende Szenen auf, diese wurden jedoch genauso schnell wieder abgehandelt. So jagte in der ersten Hälfte ein Ereignis das nächste und die Protagonisten stolperten von einem Geschehen zum anderen. Ein Mal wurde es dann tatsächlich einfach zu viel. Es waren zu viele Ereignisse, die nicht immer ganz nachvollziehbar direkt nach einander kamen, es passte nicht mehr und wirkte auf mich so, als wäre es nur eingebaut worden, um noch ein Geschöpf mehr zu zeigen. Es war bis zum Ende des Buches schlicht nichtmal relevant für die Geschichte und ich denke, hätte man diese besagte Szene einfach ausgelassen, hätte das ganze runder sein können und weniger nach einer Aneinanderreihung von Ereignissen ausgesehen, die am Ende nichtmal unbedingt Zielführend war. Nach meinem Empfinden hat es der Spannung der Geschichte geschadet das Buch mit spannenden Dingen zu überladen, anstatt sich auf ausgewählte Szenen zu konzentrieren. 
 
Nun möchte ich aber nicht nur meine negativen Gedanken zu diesem Buch teilen, denn wie erwähnt gefiel mir das Buch insgesamt trotzdem noch gut. Es war zwar nicht überwältigend oder herausragend, aber es war zum einen doch auf eine Art besonders und konnte auf der anderen Seite gerade in der zweiten Hälfte des Buches, vor allem auf den letzten 150 Seiten, für mich sehr viel rausholen. Das Ende gefiel mir hier außerordentlich gut, es war spannend, konnte mich begeistern und hat unheimlich viel Spaß gemacht. So wie ich diese Seiten Empfand hätte ich gern das Ganze Buch gesehen, immerhin begann es schon vielversprechend. Ich denke, jetzt nach dem Ende betrachtet, schließt sich der Kreis von einem guten Anfang zu einem super tollen Ende, nur der Mitte hätte eine kleine Veränderung nicht geschadet.

Daten zum Buch

Autor: Benedict Mirow
Verlag: Thienemann
416 Seiten

ab 10 Jahren

Ein Blick unter den Umschlag



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