[Rezension] Witchghost

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Mächtige Dynastien, ein rachsüchtiger Geist und ein undurchsichtiger Verbündeter

Seit Cass‘ Familie durch dunkle Magie ermordet wurde, hat sie der Hexerei abgeschworen. Der einflussreiche Hexer Richter Wittmore hat sie bei sich aufgenommen und versucht sie vom Gegenteil zu überzeugen. Sie weigert sich. Als es jedoch zu mehreren mysteriösen Todesfällen in der Gegend kommt und Wittmores Tochter Sarah-Ann versucht, in einer Séance Kontakt mit dem letzten Opfer aufzunehmen, erscheint stattdessen Cass der Geist einer vor langer Zeit hingerichteten Hexe. Und offenbar trachtet jemand auch Cass nach dem Leben. Wem kann sie noch trauen? Dem gut aussehenden Luke, der ihr seine Hilfe anbietet? Oder verfolgt er womöglich ganz eigene Pläne?

Hexen, Geister und ein Buch, das mich von der ersten Seite an fesseln konnte.
Der Schreibstil, so ungewöhnlich er manchmal auch wirkt, hat mir wahnsinnig gut gefallen, denn es passte einfach so gut zur Geschichte, dass ich direkt komplett im Geschehen war. Dazu kommt mit Cass eine nicht nur sympathische, sondern auch verdammt coole Protagonistin, die das Buch mit ihrer Art und ihren gedanklichen Kommentaren nicht nur locker und witzig macht, sondern die Spannung dabei trotzdem weiter halten kann. Sie bleibt sich durchgehend treu und ist eine echt tolle Persönlichkeit. 

Mir hat es sehr viel Spaß gemacht Cass' Geschichte zu verfolgen, vor allem weil der Anteil an Romantik nicht übermäßig groß war. Die Liebe hat, meiner Meinung nach, keinen so großen Raum eingenommen, sodass die Story wirklich im Vordergrund stand, wie ich es am liebsten mag. Es muss nicht überall irgendeine herzzerreißende, vor Romantik triefende Lovestory daherkommen, die die gesamte Geschichte crasht. Es ist schön wenn es ein ausgewogenes Verhältnis hat, genauso mag ich es aber auch wenn sie eher im Hintergrund steht, oder kein Thema ist. Außerdem kam es passend dazu auch nicht zu übertriebenen Teenie-Dramen, wie man sie oft geliefert bekommt. Cass verhält sich meist vernünftig und klug, tatsächlich wie sie ihrem Alter und ihren Erfahrungen nach auch sein sollte. Natürlich macht Naivität auch vor dieser Geschichte keinen Halt, die gibt es doch meistens - aber zur Abwechslung ist es mal nicht die Protagonistin und das ist, was mir hier besonders gut gefällt. Cassandra beweist durchaus Verstand, sie weiß was sie tut und welche Dinge Konsequenzen haben. Sie denkt nach und verhält sich nicht wie ein "liebeskrankes Dummchen". Sie ist stark und taff, hat ihre eigene Meinung und schlägt ihren eigenen Weg ein. Und vor allem lässt sie sich nicht blind etwas vorschreiben, sie zieht klare Grenzen und steht für ihre Meinung ein. Aber sie kann auch mehr als nur kontrolliert zu sein. Jedenfalls war das meine Sicht von ihr.

Insgesamt ein rundum tolles Buch, auch wenn das Ende in Teilen etwas schnell abgehandelt war. Das nimmt der Geschichte trotzdem nicht ihren Charme, ich mag das Buch nach beenden noch genauso wie am Anfang, das hat sich während all der Seiten nicht geändert - und genau deswegen kann ich es auch empfehlen. Es ist durchweg spannend geblieben. Eine schöne Unterhaltung!
 
Titel: Witchghost
Autor: Lynn Raven
Verlag: cbj
512 Seiten

ab 14 Jahren

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