Freitag, 12. Oktober 2018

[REZENSION] Rafael 2.0 - Karl Olsberg



Klappentext

Ein Zwilling als künstliche Intelligenz? Mike ist entsetzt, als ihm sein Vater Brian, ein berühmter Softwareentwickler, den verstorbenen Bruder als Computerprogramm überreicht. Nur zögernd lässt er sich auf eine "Beziehung" zu Rafael 2.0 ein. Doch die Neugierde siegt, Vertrauen entsteht, sie lernen sich immer besser kennen. Und dann müssen sie beweisen, dass sie ein Team sind, denn Brian ist plötzlich verschwunden ... 


Meinung

Zu Anfang hat mich dieses Buch leider nicht besonders gefesselt. Mich interessierte vorm Lesen der Klappentext. Ich fand die Idee spannend, dass jemand einen Zwilling hat, der gestorben ist, ihm aber in Form einer künstlichen Intelligenz teilweise erhalten bleibt, auch wenn es natürlich nicht diese Person sein wird! Ich fand es spannend, wie es für denjenigen ist, der lebt, der durch dieses Programm immer wieder aufs neue an den toten Bruder erinnert wird, da es ein Bild zeigt, von eben jener Person. Und er war zu Anfang definitiv nicht davon begeistert, freundet sich aber im laufe der Zeit doch gut mit der KI an. Der Einstieg ins Buch wurde mir allerdings, wie oben schon erwähnt, schnell eher langweilig, ich kann gar nicht erklären warum. 
Als ich irgendwann, nach längerer Pause, dann doch wieder mit dem Buch weiter machte, wurde ich doch noch positiv überrascht und ich bin froh, dass ich wirklich weiter gelesen habe, dass ich dieses Buch beendet habe, denn es hat mir schließlich ganz gut gefallen und hat sich für mich auch gelohnt. Es wurde noch spannend und ein richtiges Abenteuer, es hat mir immer wieder auch Spaß gemacht und oft genug habe ich auch mitgefiebert und mir gedacht, das er es absolut nicht tun sollte - aber natürlich hält sich ein Charakter einer Geschichte nicht an solche Dinge. 

Mike wird hier in ein Geschehen geworfen, dass er sich so sicher nicht gewünscht hat. Auch die Menschen in seinem Umfeld sind ganz anders als er es immer dachte und er merkt, dass man unbedingt Menschen braucht, denen man vertrauen kann. So hat man ein kleines Abenteuer auf der Suche nach Mikes Vater, die ihm von anderer Seite her erschwert wird, und erlebt die Entwicklung der Beziehung zwischen Mike und Rafael 2.0 und auch den anderen Charakteren im Buch. Zu Anfang war der Junge eher recht einsam, sehr allein. Am Ende des Buches hatte er, nach schöner Entwicklung über das Buch hinweg, ein tolles Umfeld und Familie und das ganze eigentlich auch im angenehmen Tempo.


Kurz und Knapp

Nun, meiner Meinung nach kann man diesem Buch eine Chance geben, aber zu hohe Erwartungen sollte man nicht haben. Die sollte man allerdings bei keinem Buch haben, denn so kann man nur enttäuscht werden. Rafael 2.0 eignet sich gut, um einfach mal in ein paar Stunden gelesen zu werden und für alle die das Buch dann mochten, es gibt auch noch einen zweiten Teil. Und diesen habe ich mir tatsächlich besorgt, was ja schon bedeutet, das der erste Band für mich so schlecht nicht gewesen sein kann. War er auch nicht.

Ich finde, dass es durchaus noch mehr um das Thema künstliche Intelligenz hätte gehen können - aber ich glaube auch, dass die Beziehungen und das allgemeine Leben von Mike ein sehr wichtiger Punkt in der Geschichte waren und man das Hauptaugenmerk gar nicht so starr nur auf die KI legen sollte. Würde man hier nach Sternen, Monden, Dreiecken oder Fliegenpupse gehen - würde ich wohl 3 von 5 geben und sagen, man solle sich einfach mal die Leseprobe ansehen.   


Daten zum Buch

Titel: Rafael 2.0
Autor: Karl Olsberg
Verlag: Thienemann
Seiten: 240 
Gibt es nur noch als eBook oder gebraucht im Hardcover
Ab 12 Jahren empfohlen

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